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ABOC_Torbogen

Die Dosis macht das Gift.

am 27 Juli 2016

…wie umgehen mit den ganzen negativen, fürchterlichen und brutalen Medien und Wirklichkeiten unserer Tage?

Diese Frage beschäftigt nicht nur mich schon eine ganze Weile, es ist wohl eine Frage, die sich jeder von uns, für sich und mit anderen gemeinsam in Gesprächen und Diskussionen, schon einmal zu beantworten versucht (!) hat.

In diesem Beitrag möchte ich euch MEINEN ganz persönlichen Weg schildern, wie ich damit umgehe.
Durch den vergangenen Freitag, als ich so nah dran war, wie noch nie, habe ich mich damit noch einmal ganz intensiv auseinander gesetzt. Ich habe mich dafür entschieden, diesem Thema nun Zeit und Energie zu widmen, weil es natürlich an vielen Stellen aufkommt und diese Frage auch an mich herangetragen wurde.

Schon lange, lange, lange habe ich mich dazu “erzogen” bei negativen und grausigen Bildern in Filmen nicht mehr hinzusehen oder zu hören. Das tut mir einfach nicht gut. Punkt. Ein Beispiel, ich liebe die “Herr der Ringe” Filme. Ich bin Fan, nur schaue ich mittlerweile wahrscheinlich 60 % der Filme (und wir reden hier über lange Strecken Filmmaterial, aber was erzähle ich euch….), mit geschlossenen Augen (bzw. mache ich dann in der Zwischenzeit etwas anderes). Die Orks sind für mich einfach zu greißlich. Ich habe mich dafür entschieden, nicht auf die Filme zu verzichten und deshalb hier für mich einen Weg gefunden, mit dem es mir gut geht – eine ganz bewusste Entscheidung für “Herr der Ringe” ;-)

Diese Disziplin mit Filmen gilt für mich auch und vor allem für die Medien. Tatsächlich schaue ich seit Langem kaum Nachrichten (das hat verschiedene Gründe) oder überhaupt fern, wenn dann nur Serien oder eben Filme, die ich gerne mag.
Mir gefällt die einseitige Berichterstattung einfach nicht. Mir gefällt es nicht, dass nur über Negatives berichtet wird, das einmal ganz abgesehen vom Terror. Das, was sich verkauft, wird halt groß gemacht, schon klar. Sorry, da werde ich ein wenig zum Zyniker.

Sonst bin ich ja kein Freund von negativen Glaubenssätzen, an der Stelle ist es für mich persönlich aber wahr: “Die Dosis macht das Gift.”

Letzten Freitag war ich also auf der Autobahn zurück nach Regensburg, als mir die ganzen Einsatzfahrzeuge entgegenkamen.
Klar habe ich daraufhin das Radio angemacht und bis ich schließlich zuhause ankam, war mein Energie-Niveau unterirdisch, freilich auch, weil es schon noch einmal ein ganz anderes Gefühl ist, wenn das so nah ist und wenn man selbst schon oft an diesem Ort war… Zuhause bin ich dann noch hergegangen und habe mir, ich glaube, 10-15 Minuten Berichterstattung angeguckt. Mehr ging für mich zum einen nicht, zu dem Zeitpunkt war das “giftige” Gefühl schon in meinem ganzen Körper und zum anderen gab’ es zu diesem Zeitpunkt auch nichts Neues mehr.

Freilich war mir hier wichtig, noch einmal ganz bewusst hinzuschauen, hinzuhören, eine Grundinfo zu haben, ein letztes Update zu bekommen und auch ich habe an dem Abend dann noch bei meinen Münchner Freunden nachgefragt, ob alles ok ist, selbstverständlich.

Im Auto hatte ich noch überlegt, ein geplantes Abendessen abzusagen, weil ich überhaupt nicht in der Stimmung dafür war, nur den Gedanken habe ich dann zuhause schnell über Bord geworfen.

Natürlich würden wir uns heute mit Freunden zum Essen treffen. Gerade heute, welche Frage ist das. …und da fing dann bei mir schon das Umdenken an.

Ich für mich werde mir von niemandem meinen Alltag und mein Leben bestimmen lassen.

Ich selbst habe dafür die Verantwortung, ich selbst kann entscheiden, ob ich dennoch an solch’ einem Abend lachen darf und Spaß haben kann und ich für mich weiß: “ja. Ganz unbedingt.” Das eine schließt das andere nicht aus. Es dürfen Gegensätze da sein.

Ich habe dann einen meiner “Gefühle-Booster”, einen meiner “positiven Umschalter” genutzt und auch wenn die Stimmung natürlich nicht so unbeschwert war, wie sonst (jeder war ja erst einmal in der Energie des Anschlags….) hatten wir einen wunderbaren Abend und haben auch viel gelacht.

Mein positiver Anker in dem Moment, war ein kurzes Video von meinem gefühlten Neffen…, wo er ausgiebig durch die Bude hüpft und er sich und wir uns alle kringeln vor herzhaftem Lachen.

Das passiert im selben Moment, da ist Leben, da ist Liebe, da ist Lachen, immer.

Ich möchte DAVOR die Augen nicht verschließen und blind werden dafür, weil gerade so viel Schreckliches passiert.
Nach dem Filmchen war ich schon wieder deutlich besser drauf, puh. Danke kleiner Mann.

Also: eine Grundinformiertheit, ein kurzes Update, eine Überschrift, ja. …und dann Stop.

Ich glaube eh, dass der andere Weg ein schwierigerer ist. Sich davon überhaupt abzuschotten, wenn das geht. Wer gar nichts, null, niente mitbekommt, ist ja blind und taub. Nur ich muss mir dann keine Stunde ansehen, wie jemand Menschen erschiesst. Nein danke. Diese Brutalität, diese Blutbilder, diese detaillierte Berichterstattung über die Grausamkeiten, alle Einzelheiten, was soll das? Was ist das Ziel? Wo soll uns denn das hinführen? Die schaue ich mir nicht an. Stundenlang könnten wir uns darin “baden” und viele tun dies. Habt ihr mal beobachtet, was mit eurer Energie passiert, wie ihr euch fühlt? Welchen Hass ihr entwickelt, welche Wut, welche Aggression, welche Angst?

Lassen wir das zu, dann ist es genau das, was sich solche Menschen und Gruppen wünschen: Aufmerksamkeit.
Diese Aufmerksamkeit bin ich nicht bereit zu geben und zu schenken, diesen Raum möchte ich nicht geben.

Dafür gibt es keine Aufmerksamkeit. Nicht von mir. 

Zumindest übe ich mich darin, jeden Tag. Hier müssen wir nämlich schon etwas mehr ackern. Es ist meiner Meinung nach nämlich gar nicht der Punkt, dass wir die Augen vor dem Schlechten verschließen und “weltfremd” leben, es ist eher, dass die Mehrheit der Menschen durch die schlimmen Dinge, die zweifelsohne da sind, blind werden für all das Schöne und Erhaltenswerte auf diesem Planeten und aus Angst Hass und Wut wird.
Wir werden mit diesen Meldungen, Bildern und Infos überhäuft. Wir müssen viel mehr “trainieren” für das Gute und dass wir unseren Blick dafür schulen. Das Schlechte und Brutale wird uns täglich auf dem Silbertablett serviert.

Vor allem anderen möchte ich diesen Dingen und Ereignissen nicht so viel Energie geben.

Am “Trump-Phänomen” sehen wir ja, dass alles Energie ist, auch die “gegen” etwas oder jemanden. Eigentlich (!) sind alle gegen ihn, verwenden viel Energie darauf, ihn zu verteufeln und er bekommt mehr und mehr Raum, Aufmerksamkeit, Stimmen, potentielle Wähler usw. Das ist doch etwas, zum darüber nachdenken.

Deshalb möchte ich meine Energie in eine Welt stecken, die für mich lebenswert ist.

Ich bin für etwas. Für alles, was wert ist, erhalten zu werden. Alles Schöne, alle Liebe. Die vielen fantastischen, wunderbaren Menschen in meinem Leben, das Wunder Natur, das Lachen, die guten Witze, die Zärtlichkeiten, das gute Essen, die vielen zauberhaften Orte usw.

Welchen Weg also einschlagen in diesem Zusammenhang? Das ist tatsächlich etwas, das wohl jeder mit sich und für sich selber ausmachen und entscheiden muss. Ich für mich, habe für jetzt einen Weg gefunden, damit umzugehen, der mich weiterhin an das Gute glauben und Liebe für die Menschen und den Planeten empfinden lässt und das ist eine Energie, die ich weitergeben kann und mag.

Ich wünsche euch allen eine friedvolle, liebevolle Woche mit aller Liebe und Anteilnahme für die Hinterbliebenen.ABOC_Liebe

Alles Liebe, deine Veronika

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