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Gedanken-Wolken

Immer einen Schritt voraus.

am 20 Juli 2016

Immer einen Schritt voraus… 

…ertappt. Wir sollen doch eigentlich (!) im JETZT sein.
Also, da findet doch das Leben statt. Wir wissen nicht, was kommt und das Vergangene ist nicht mehr zu ändern und so…

…und doch fällt genau das den meisten von uns wirklich schwer. Denn wir würden halt doch irgendwie gerne wissen, was kommt. So ein bisschen Hellsehen, das wär’s schon, oder?

Zumindest verbringt die Mehrheit der Menschen, wenn wir ganz ehrlich sind, die meiste Zeit eben nicht im Jetzt, im Moment, im Augenblick, sondern irgendwo ganz anders, im Lande „Weit Weit Weg“ – der liebe Shrek lässt grüßen.

Nicht unbedingt ein Land das leicht zugänglich ist. Ständig ändert sich die Wetterlage dort, der Weg dorthin sieht immer anders aus und die Menschen, die dort leben sowieso.

Unser Hirn begibt sich aber immer wieder auf eine Reise dorthin, versucht zu ergründen, wie eine bevorstehende Entscheidung ausgehen mag, wohin sie führt. Wie sich der Jobwechsel auszahlt, wie sich das Telefonat mit dem Steuerberater gestaltet oder… ganz banal, wie der nächste Einkauf aussieht.

Es sind die Grübeleien, die uns beschäftigen, abdriften lassen in ein fernes Jetzt, die unseren Kopf und unser Dasein beschweren.

Nur, während wir über all das nachdenken, findet doch auch Leben statt? 

Es findet unser Leben statt – zugeballert mit wilden Spekulationen, was sein wird und oft schlimmer, was alles schief gehen könnte – warum, sollte ich das denn planen wollen?

Und, ich bin ganz offen, mir geht das auch noch manchmal so. Ich gehe z.B. Essen und danach stelle ich fest, dass mein Essen wohl irgendwie in mich rein verschwunden ist…, ohne, dass ich eine Idee habe wie. Ich war mit meinen Gedanken „woanders“. Ich habe nicht geschmeckt. Gerochen. Gespürt. Genossen. Ich lasse dann den Film zurücklaufen… ach ja, da war einmal Pasta. Jetzt ist sie „verschlungen“ und ich war gefühlt nicht ‘mal Teil des Prozesses und das ist doch doof.

Es stimmt also schon, wir verpassen unser Leben, wenn wir nicht im Hier und Jetzt sind.

Wir sind dann ja schließlich… immer woanders. Eigentlich mega simpel. …und doch ein wenig schwieriger zu bewerkstelligen, halt Übungssache, also doch nicht ganz so schwer.

Ach ja, ganz krass finde ich es, wenn ich mit jemandem im Gespräch bin und merke, dass derjenige einfach nicht da ist. Du kannst das an den Augen sehen. Die schweifen immer wieder in die Ferne, sind auf jeden Fall nicht in diesem Gespräch. Kennst du das auch?

Freilich ist auch unsere heutige Gesellschaft „schuld“, ja logo ;-)

Die ständige Erreichbarkeit, das fixe Reagieren (können) auf… ja alles und jeden in den sozialen Medien, trainieren unser Hirn sogar noch mehr dahin überall zu sein. Ständig von A nach B zu springen und jetzt schon an morgen zu denken oder…. wenn wir ehrlich sind, an die nächsten 5 Minuten.

„Sofortness“ – die Schnellsucht – nennt sich das neuerdings. Immer sofort auf alles reagieren zu können. Alle Infos sofort zu erhalten… Wir haben auch immer zwanzigtausend Fenster parallel am Rechner offen, diverse Signal-Töne krachen auf uns ein (bei mir herrscht hier Totenstille!!) und wir wundern uns, warum wir die Dinge nicht mehr zu Ende bringen…

Mein Ziel für mich ist es, immer schneller festzustellen, wenn ich „abdrifte“ und mich dann zurück zu holen.

Wirklich den Moment voll auszukosten, mein Gegenüber wertzuschätzen, indem ich ehrlich zuhöre. Da bin. Mein Essen zu SCHMECKEN. Einen Song zu HÖREN. Den Regen zu RIECHEN. Die Farbenpracht der Natur zu SEHEN. Ein Streicheln zu SPÜREN.

Das wünsche ich mir auch für dich.

Übung:

Wenn du gerade etwas tust, Essen richtest, ein Buch liest, mit jemandem sprichst und merkst, dass du mit den Gedanken immer wieder woanders hinwanderst, nimm’ das erst einmal zur Kenntnis. Nimm’ deine Gedanken dann wieder mit zurück und sage dir „ich bin voll im Moment“ und „ich schenke dem Menschen meine volle Aufmerksamkeit“. Wenn du merkst, dass das im Moment halt einfach nicht funktioniert, entschuldige dich beim Gegenüber und gib’ den Gedanken bei einer Meditation etwas Raum, lass’ sie da sein und schließlich wieder weiter ziehen.

Du kannst dir, um dich zu unterstützen auch einen kleinen Anker setzen, der dich daran erinnert, dass du „da“ bleiben wolltest :-)

Nimm’ dazu deinen Ring einmal auf die andere Seite, trage die Uhr rechts statt sonst links usw. – es sollte etwas sein, dass du sonst “anders” machst. Sonst fällt es dir nicht auf.

Veronika-im-Jetzt„Willst du deine Zukunft kennen? Dann betrachte dich in der Gegenwart, denn sie ist die Ursache deiner Zukunft.“ Buddha

 Alles Liebe zu dir und eine wunderbare Woche,

deine Veronika

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