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Kämpfen Tommy, du musst kämpfen…

am 5 Mai 2015

Kämpfen Tommy, du musst kämpfen… kennt ihr den Satz? Er kommt im Film Männerherzen vor und erzählt davon, wie ein Vater seinen Sohn auf dem Fußballplatz “motiviert”. Kein Wunder, dass der Kleine dann mit aggressivem Verhalten auffällt?!! Erfahre in diesem Artikel 3 Tipps wie du weniger hart mit dir ins Gericht gehst!

Witzigerweise kennen wir aber doch alle diese Sätze, oder? “Jetzt mach schon”, “da musst du durch”, “aufgeben gilt nicht”, “das nächste Mal wird es besser”, “das kannst du besser” und und und!!!

Ein Beispiel dafür, wie schlecht wir bei bestimmten Themen mit uns selbst reden, findest du auch hier.

Ich kenne diese Sätze in jedem Fall. Warum sind wir mit uns so viel strenger als mit allen anderen oder was noch schlimmer ist, mit anderen irgendwann genauso streng wie mit uns selbst? Wir setzen viel zu hohe Erwartungen in uns und andere und sind dann enttäuscht.

Jens Corssen sprach in seinem “Selbstentwickler” von der “ENT – TÄUSCHUNG”. Wir werden beim Enttäuschen von etwas befreit, dem wir aufsaßen… Eine Erwartung, die wir hatten, wird mit der Realität abgeglichen und gerade gerückt. Eine gute Sache also diese Enttäuschung und ich mag den Gedanken sehr und denke seitdem viel darüber nach.
Wie oft wurde ich selbst schon enttäuscht… aber liegt es nicht an mir aufzuhören andere dafür verantwortlich zu machen, was in MIR vorgeht – wer kann schon in mich reinschauen?

Der erste Tipp für weniger Strenge in deinem Leben ist: Sei dankbar für jede Enttäuschung, sie bringt dich der Wahrheit und dir selbst ein gutes Stück näher! 

Wenn wir nicht gekränkt, sondern nachdenklich und bewusst darauf reagieren, dann entsteht auch keine Schwere, die sich auf den anderen, aber vor allem auch dich selbst niederschlägt und eure Beziehung belastet.

Das sich selbst und andere bewerten und beurteilen ist ein weiteres Feld, in dem wir hart mit uns ins Gericht gehen und ich würde sagen das trifft auf uns Frauen noch ein gutes Stück mehr zu, wie auf euch Männer, oder?

Sobald wir etwas, sei es z.B. in meinem Fall ein Workshop, eine Beratung, eine Teamentwicklung, eine Präsentation, ein Blog-Artikel etc., geschafft haben, gehen wir mit uns ins Gericht.
Und zwar sofort und unmittelbar.
“Habe ich alle erreicht?”, “kam das, was ich sagen wollte wirklich rüber?”, “habe ich ALLEN einen Mehrwert geboten?”, “habe ich das, habe ich dies…”, “war ich aufmerksam und einfühlsam genug” usw.
Wow, da geht es mir schon wieder elend, wenn ich das alles lese.

Ich habe das gestoppt und aufgehört. Es gelingt mir noch nicht immer, aber schon oft.

Dieses sofortige Schlecht-Machen von etwas, was man gerade geleistet hat, wofür man viel Arbeit oder sein Hirnschmalz investiert hat, ist Gift! Das zerfrisst dich früher oder später. 

Ich bin dazu übergegangen alles zu loben, was jetzt schon gut war und mich von unrealistischen Erwartungen zu verabschieden (z.B. “du musst ALLE 15 glücksstrahlend aus deinem Workshop gehen sehen und ihr Leben nachhaltig verändert haben…”).
In dem Zusammenhang hat mir letztens eine tolle Freundin gesagt: “Du bist A BIT OF COLOR, aber du bist nicht Harry Potter…” Klar könnte ich gern ein wenig zaubern, kann ich glaube ich auch irgendwie, aber ich bin auch genauso gut, wie ich bin – ohne Zauberkraft :-)

Natürlich heißt das nicht, dass ich nichts besser machen und verändern will, ich glaube nur, das kommt mit dem Tun von ganz allein.
Wir müssen einfach machen! Wenn wir warten, bis alles perfekt ist, warten wir vielleicht ewig und stellen dann fest, dass irgendwas trotzdem nicht durchdacht, überlegt, planbar war…

Das ist WEITER-Entwicklung. Weitermachen, weitergehen, immer weiter voran, aber es verbirgt sich darin nicht umsonst etwas, dass sich nach Vorne richtet, in die Zukunft. Es heißt nicht STILLSTAND!

Das ist also mein zweiter Tipp für dich: Geh los, probiere dich und lobe dich nach allem, was du geschafft hast, erstmal was das Zeug hält! 

Zuletzt zum ultimativen Tipp: Die Welt ist gut. 

Ich weiß schon, dass das nun auch ein wenig “welt-verbesserlich” klingt, ein wenig zu einfach, ein wenig naiv vielleicht sogar? Sei es wie es ist, denn das ist eine, meine Lebensphilosophie:
DIE WELT IST GUT!”

Die Welt ist auf jeden Fall so, wie du sie siehst und du bekommst, was du gibst!

Gibst du nur Strenge, wirst du diese auch in vielen anderen Lebenslagen und von vielen anderen Menschen zu spüren bekommen.
Gibst du jedoch Lachen, Heiterkeit, Authentizität, positives Denken, Strahlen, dann wirst du auch das spüren und zurückbekommen.

Ich selbst habe nicht nur schöne Zeiten durchlebt, aber ich hatte immer Menschen an meiner Seite mit denen ich lachen konnte.
Das Lachen ist für mich Therapie, es ist mein Jugendelixier, es ist meine Überlebensstrategie.
Ich habe in jeder schlechten Zeit so viel Gutes erfahren und das bestärkt mich noch einmal zu sagen, denn es ist mir besonders wichtig…:

Die Welt ist gut!

In diesem Sinne alles von Herzen Gute für dich!
Geh es an, trau’ dich, sei nicht so streng mit dir und freue dich, das Leben… na du weißt schon ;-)

Veronika

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